
“WoW” ist schon fast ein Pseudonym für MMORPGs wie “PlayStation” für Spielekonsolen. Weil das schöne neue Blog der Blogboys.de von Mischa und Rouven (Video) momentan meinen Kommentar zu dem Thema nicht annimmt bin ich wohl dazu gezwungen nun doch hier im Blog etwas zur neuen Erweiterung von World of Warcraft namens Wrath of the Lich King zu schreiben. Oder auch nicht…

Anno 2003 – Die Blue Assassins erobern Rubi-Ka im Spiel Anarchy Online
Ich persönlich hatte schon immer Spaß daran in virtuelle Welten abzutauchen. Durch das Internet wurde es möglich, dass ich dies mit anderen Leuten zusammen tun konnte: Das Genre der MMORPGs war geboren. Ich habe dann World of Warcraft, Anarchy Online, Final Fantasy 11 Online und sogar Phantasy Star Online auf der Sega Dreamcast gespielt. Der Erfolg von WoW ist im Gegensatz zu Konkurrenz gigantisch gewesen. Aber ich muss leider sagen, dass alle diese Spiele inkl. WoW etwas gemein haben: Ein im Vergleich zu anderen Videospielen langweilige und sich wiederholende Gameplay-Mechanismen. Das ist wirklich schade und selbst das neue Age of Conan ist keinen deut besser.

Ein weiteres MMORPG mit dem drögen Gameplay-Kern: Final Fantasy XI Online
Das hat mich dazu bewegt dem Genre des MMORPG komplett den Rücken zu kehren und spiele nur noch Spiele, bei denen ich irgendwann einen Abspann sehe. Deswegen bin ich der Meinung, dass Spiele wie WoW und Co. die Videospielewelt keinen Meter mehr weiterbringen und somit Kaffee von gestern sind. Genau so wie Diablo welches zufällig auch von Blizzard ist. Weder technisch noch spielerisch entwickelt sich das Genre momentan weiter. Irgendwie kann ich den Namen “World of Warcraft” auch nicht mehr hören. Die letzte Bastion des PC-Gamings ist zwar nicht mehr so in den Medien präsent wie noch vor einem Jahr aber dennoch taucht der Name permanent auf. Momentan sind so viele neue Top-Spieletitel für alle Plattformen außer für Nintendos Wii auf dem Markt, dass man gar nicht weiß, was man zuerst spielen soll: Fallout 3, Getriebe des Krieges 2, Fable 2 oder Dead Space? Momentan hat es nur für GoW2 gereicht. Und das habe ich bis jetzt auch noch nicht offline alleine gespielt aber solche Spiele über XBOX Live haben einen entscheidenen Vorteil für mich: Das Spiel ist irgendwann vorbei und man kann entspannt zum nächsten Titel greifen.
Und an die Blogboys: Verlinkt in eurem Artikel doch anstatt dem bisherigen Link bitte den Wann stirbt das Papier?-Artikel. Da gehe ich noch etwas mehr auf die ganze Sache ein und aktualisiere auch stetig den Artikel.
Wer eine ernstehafte Auseinandersetzung mit dem Thema World of Warcraft sucht, der ist bei meinem geschätzen Bloggerkollegen ColdHeat.de definitiv besser aufgehoben. Für eine detaillierte Analyse der Probleme von MMORPGs und deren Diskussion empfehle ich meinen Artikel Gameplay von MMORPGs
hey marc, dein kommentar hing aufgrund der links im spam-schutz, ich hab ihn jetzt freigegeben :) Danke für die Blumen, übrigens!
Ne, sieht wirklich gut aus. =) Gratulation! Danke fürs Verlinken!
@Mischa: Hat Marc sich wieder selber verlinkt?
@Marc: Die Tabreihenfolge deines Kommentarformulars ist … eigenwillig. Und überhaupt? 7×8? Warum nicht gleich 13hoch7? Oder Wurzel aus 8765? ;)
Jetzt zum Inhalt: Marc! Herrlich! Wie Du es schaffst in einem Artikel über Warth of the Lich King nicht über Wrath of the Lich King zu schreiben, ist schon bemerkenswert.
Dass Du MMO nicht mehr spielen magst, ist dein gutes Recht. Aber argumentieren mußt Du schon sauber.
Ein Gameplay Mechanismus ist nur dann langweilig, wenn man eine Spiel des Mechanismuses wegen spielt. Ist einem der Mechanismus weitgehend egal können völlig andere Aspekte von Spielen als Urteilsgrundlage in den Vordergrund treten. Und ich glaube, gerade DAS kann die Spielewelt weiter bringen als mehr Pixel und FPS oder andere Gameplays.
Und wo genau ist der Vorteil, wenn ein Spiel irgendwann vorbei ist und man entspannt zu nächsten Titel greift? Ebenso kann ich behaupten, dass es ein Vorteil ist, dass ein Spiel nie zuende sein muss und es immer noch Neues zu entdecken gibt. Gerade weil es nie zuende ist, kann ich mich jederzeit entscheiden, es liegen zu lassen, um es dann irgendwann weiterzuspielen. Etwas, was kein anderes Medium zuvor bieten konnte.
Und wie genau kommst du auf die Idee, dass MOOs Probleme haben? Weil Du es nicht mehr spielst?
@Ben
- Tab-Index ist gefixt. Hatte das Textfeld nach oben gezogen und vergessen den Tab-Index anzupassen.
- 7×8 deshalb weil mein Dad mich damals beim Essen immer wieder mit dieser Aufgabe genervt hat. Immer. Deswegen ist das nun meine Rache an meine Kommentatoren. Und ich habe kein Spamproblem.
- Zum Gameplay-Mechanismus: Das hatte ich ja zu genüge im Artikel Gameplay von MMORPGs erklärt was mein Problem damit ist. Es ist mir zudem einfach zu simpel gestrickt und geht mir zu langsam. Zudem fühlt sich für mich mittlerweile das Genre der MMORPGs mehr nach Arbeit als nach Spaß an. Das liegt nicht an dem grundlegenden Gameplay sondern eher an dem gesamt Konzept dieser Spiele. Das der soziale Aspekt natürlich eine große wenn nicht sogar DIE Rolle spielt ist mir klar.
Das habe ich aber auch bei XBOX Live Community. Der Unterschied ist dabei für mich die Abwechslung. Ich kann Rennspiele, RPGs, Shooter usw. gegen beliebig viele andere Leute spielen. Die Spiele haben ein definiertes Ende und sind sehr kurzweilig. Als “Belohnung” hat man dann noch die Achievement-Points um sich zu vergleichen. Das hat natürlich nicht den Stellenwert eines Levels oder Rüstung bei WoW und Co. und das ist auch gut so und gewollt.
MMORPGs haben ein Gameplay was meiner Meinung nach darauf ausgelegt ist den Spieler an das Spiel zu binden. ich erwähne bewusst nicht das Wort “Sucht” denn dann machen wir hier ein ganz anderes Fass auf. Und dieser Spirale habe ich mich nach der im Artikel erwähnten Anzahl meiner gespielten MMORPGs entzogen und betrachte diese Spiele nun wesentlich kritischer.
Typo in der Überschrift?
Ups. Danke.
@ben
Deine Argumentation kann ich nicht ganz nachvollziehen: Etwas langweiliges ist nicht langweilig, wenn man sich eigentlich nicht dafür interessiert?
Ich interessiere mich eigentlich nicht für MMORPGs, trotzdem habe vor ein paar Jahren mal ein paar Wochen WoW gespielt und mich grandios gelangweilt: 100 Trolle niedermachen, dann den Anführer — Mist, den hat gerade ein anderer erwischt, egal, der steht ja gleich wieder auf… Und der Gemeinschaftsaspekt scheint sich darauf zu beschränken, dass man Ansehen dadurch gewinnt, wieviel Zeit man schon mit dem Totschlagen der immer gleichen Monster verbracht hat.
Zum Gamerscore: Ich würde nie auf die Idee kommen, irgendein hirnrissiges Spielziel (“sammle alle 300 irgendwo im Spiel versteckten Tags”) zu erfüllen, um ein paar Gamescore-Punkte zu verdienen. Warum sollte man sich beim Spielen absichtlich langweilen?
Nicht wenige werden tatsächlich süchtig durch solche Anreize — einem Freund hat WoW buchstäblich das Leben ruiniert. Das ist leider die Sucht, die ich persönlich am wenigsten nachvollziehen kann: Ich hasse es schon, wenn in einem Spiel ein Spielzeitzähler eingebaut ist, das spricht direkt mein schlechtes Gewissen an: “Schon wieder 30 Stunden vorm Rechner gehockt, dabei schiebst Du noch so einen Berg an wichtigeren Sachen vor Dir her “:-).
@Ingo Ja, das trifft auch ungefähr meine Erfahrung mit dem Genre. Die Komplexität und Dynamik des zugrunde liegenden Spielprinzips reichen mir einfach nicht aus. Jedenfalls nicht wenn man vergleicht was heute im Ende 2008 noch alles geboten wird.
Zum Gamerscore von XBOX Live möchte ich noch sagen, dass Microsoft damit wirklich etwas motivierendes geschaffen hat. Es macht einfach Spaß diese Achievements zu holen. z.B. Geometry Wars 2 wird Gameplay-technisch wirklich stark durch die zusätzlichen Aufgaben erweitert.
Aber genau wie bei WoW muss man sich dann fragen: Beherrscht Du es oder beherrscht es dich. 50c ins Phrasenschwein. =)
@Ingo: Naja. Eigentlich hat Marc ja schon auf meinen Punkt geantwortet und ihn ja auch richtig verstanden. World of Warcraft bietet anders als die Spiele, die Marc sonst spielt ja noch viele Möglichkeiten, das Spiel außerhalb von Questen und Raids zu genießen. Wenn Du das nicht macht: Dein Pech. Ich für meinen Teil habe viel Freude mit Rollenspiel in WoW gehabt und genieße es weiterhin, die Landschaften zu erkunden, die Geschichten zu verfolgen und schlicht all die Mühe und Leidenschaft zu genießen, die die Entwickler in all die vielen mehr oder weniger versteckten Details dieser gewaltigen Welt gesteckt haben.
World of Warcraft ist wie geschaffen für Freispieler wie mich.
Das ist aber auch nicht richtig. WoW ist ohne den Online-Faktor im Gegensatz aktuellen Rollenspielen auf anderen Plattformen ziemlich kastriert. Oblivion, Lost Odyssey und Co. eröffnen tonnenweise Möglichkeiten neben dem normalen Spielstrang. WoW ist nur durch den Onlineaspekt komplex. Ganz davon abgesehen, dass durch die veraltete Technik der Darstellung viele Interaktionsmöglichkeiten gar nicht gegeben sind.
Was? Wovon redest Du, Marc?
Das O in MMORPG steht doch für Online.
Ich meine, ohne ein Gamepad ist eine 360 auch ganz schön kastriert …
Und ich glaube, wir beiden reden nicht über das gleiche Konzept von Rollenspiel. Meine Idee von Rollenspiel – die so auch auf WoW-Rollenspiel-Realms gespielt wird – besteht daraus, dass die Spieler sich in der Welt selber Quests und Spiele ausdenken, die die anderen Spieler dann erleben und spielen. Das geht ja schlicht überhaupt nicht offline.
Ach so. Also so wie Pen&Paper im Keller mit einem Totenkopf mit Kerze – nur online? Ok, dann haben wir wirklich andere Vostellungen. Für mich sind Computerspiele ein Medium, dass festen Regeln folgt. Das fand ich immer total daneben bei diesen “echten” Rollenspielen im Keller weil es irgendwie keine echten Begrenzungen der Welt im positiven Sinne gab.
Ok, dann kommst du um das O natürlich nicht herum. Ich mag es lieber, wenn die Aufgaben von Menschen geschaffen und vom Computer überwacht werden.