
Wenn die BILD-Zeitung in der Uni Bielefeld Gratishefte verteilt, dann sind gleich alle sofort total empört und fühlen sich durch die Unterschichtenzeitung belästigt. Aber wenn Gruppen wie SMDler mit Glaubenswaffeln oder heute der dubiose Gideons-Bund in der Unihalle ihre Propaganda ins Volk streut, dann meckert niemand.

Eine sinnvolle Verwendung des Buches bei den Dreharbeiten zu »Lohmannshof«.
Ich aber. Denn ich schätze nach wie vor jegliche religösen Gruppierungen die auf diesem Wege mit der Öffentlichkeit interagieren für überaus gefährlich ein. Was ich aber nicht verstehe ist, dass diese Leute scheinbar sogar den ein oder anderen Menschen damit packen.

Sogar an Schulen werden diese Bücher verteilt.
Deswegen an dieser Stelle nochmal mein Hinweis auf den Glauben VS. Forschen-Beitrag. Zu guter Letzt wird Thorsten B. und nun erklären, wie es zu dem Begriff »Glaubensnazi« gekommen ist, den er hier in einem seiner Kommentare in meinem Blog geprägt hat:
Dezember 2006
Wenn man an einer Universität studiert sollte man eher vom Denken so weit sein andere Weltansichten zu tolerieren auch wenn sie den Glauben an ein höheres Wesen beinhalten. Alles andere ist äußerst engstirnig und arrogant.
btw. viele namhafte Wissenschaftler sind religiös.
kleiner Nachtrag:
Albert Einstein (40)
14.03.1879 – 18.04.1955
deutscher Physiker und Nobelpreisträger
@Marc:
Sogar ich als Naturwissenschaftler glaube an etwas höheres, nicht an einen alten Mann mit langem grauen Bart, aber zumindest an eine lenkende Macht. Woher nimmst du dir das Recht zu urteilen ob sich Religion mit Wissenschaft vereinen lässt?
Um mal eins klar zu stellen: Es gibt keinen Gott!
Diejenigen, die anderes behaupten haben entweder zuviel Zeit und/oder Geld oder verdienen als nette Bauernfänger ihr Geld damit diese Meinung zu vertreten. Dass “sogar…Naturwissenschaftler” daran glauben, wundert mich angesichts der Sozialstruktur unter den Wissenschaftlern und der humanen und inhaltlichen Leere des derzeitigen Alltagsentertainments(auch in den sogenannten Religionen), nicht.
Ich finde den “Glaubensnazi” als Aufhänger zwar auch überspitzt, aber die Argumente grundsätzlich richtig.
Religion als private Angelegenheit ist vollkommen in Ordnung, aber als öffentliche Angelegenheit bekommt sie schnell einen gefährlich missionierenden und verdummenden Charakter.
Sie passt einlullenden und pseudosozialen Attitüde zudem auch nur zu gut in der heutige Zeit der ellenbogigen busy EinzelkämpferInnen, um ihnen neben der medialen Berieselung auch etwas innere Wärme zu suggerieren.
ich habe beim lesen der kommentare bei #20 aufgehört und viele deutlich aufgeklärtere aussagen gelesen als von dir, marc.
die frage ist nicht, ob es einen gott gibt oder nicht, sondern wieviel freiheit wir unseren mitmenschen geben, eine überzeugung von irgendwas zu haben. jeder schüttelt den kopf, wenn er einen kreationisten sprechen hört – aber allzu oft verleitet uns unsere ach so aufgeklärte allwissenheit dazu, uns und unser wissen komplett überzubewerten. alle paar jahre kommen auch die wissenschaftler und meinen, das ende der wissenschaft wäre gekommen und wir wüssten nun alles, was wir zu wissen in der lage wären. und dann kommt es doch anders und die nächste generation leitet den x-ten paradigmenwechsel ein, der die weltbilder wieder mal komplett umwirft.
ich will kein plädoyer für die bärtige vaterfigur “gott” lostreten, denn ich denke, selbst wenn “er” existierte, wäre “er” ein ziemlich egozentrischer schöpfer, wenn er es toll fände, so angebetet zu werden. da es jedoch viele dinge gibt, die ich mir mit meinem atheistisch-wissenschaftlichen background (und manchmal gerade wegen dieses backgounds) nicht erklären kann, habe ich zumindest respekt vor denen, die sich ihren eigenen reim auf die welt machen.
leute, die andere für ihre idee gewinnen wollen, aber pauschal als “nazis” abzuqualifizieren, ist UNTERSTE schublade.
Du scheinst auch nicht gerade ein Spaßvogel zu sein, oder? Hast Du mal das Video angesehen? Ansonsten lies dir doch mal den Artikel Forschen VS. Glauben durch. Es ist nach wie vor meine Meinung: Wer studiert hat, sollte so viel Grips in der Birne haben und nicht irgendeiner Religion hinterhereilen.
Wer studiert hat, sollte über die Toleranz verfügen andere Menschen zu respektieren. Der Präsident des VIOZ (Verein Islamischer Organisationen in Zürich) hat Psychologie und Philosophie Studiert und behauptet dass Akademiker viel unvoreingenommener sind und andere Leute weder wegen ihrer Rasse, Religion noch Kultur diskriminieren. Denk mal darüber nach…
@Marc: Und was ist, wenn man Theologie studieren will?
@Marc:
Es ist hier zwar schon oft genug zitiert worden, aber ich finde es einfach zu schön:
Dafür ein ganz herzliches Dankeschön, Marc. Somit muss man nämlich nicht seine Zeit damit verschwenden, Dir irgendwas zu erklären.
Das danach finde ich aber auch noch sehr gut:
Eine tolle Beobachtung – schade nur, dass Du offenbar schon bei Waffeln und kleinen grünen Büchern nervös wirst …
Und um den letzten Abschnitt nicht zu vernachlässigen:
Und es finden sich viel mehr solcher wunderbaren Perlen von Weisheit und Verstand in Deinen Kommentaren:
Ach, ich kann gar nicht so breit grinsen, wie ich mich über all diese scharfsinnigen und konstruktiven Beiträge freue.
Das muss es nicht, Marc, Du erledigst das schon für uns. Und dafür noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön.
Ist die Bibelstunde heute ausgefallen oder findest Du einfach nur die Zitier-Funktion so toll? Oder was willst Du mir mit diesem Kommentar genau sagen?
Hallo Marc,
alter Artikel, den Du da twitterst.
Hast Du denn inzwischen “Toleranz” und “Kritikfähigkeit” schon einmal nachgeschlagen? Ich empfehle Dir einen Duden, wahlweise ein beliebiges Fremdwörterbuch oder einen Browser, mit dem dann Google o.ä. aufzurufen wäre. Vor allem solltest Du Nachforschungen anstellen, wie man sich zu verhalten hat, wenn man einstecken möchte/muß/soll. Viel Erfolg!
P.S.: Weil Dir das Thema Studium ja so wichtig ist: Ich habe an einer Universität studiert. Ich bin kein Theologe. Und ich bin trotzdem nicht Deiner Meinung, sondern halte Dich sogar für unreif.
Du möchtest die Anspielung vielleicht nicht verstehen und das ist auch ok aber ich erkläre es dir gerne. Wenn ich in der Universität angelabert werde von diesen Leuten, dann ist das anschneinend was anderes, als wenn ich hier im Blog oder auf Twitter mal ein wenig Rummel für die nicht vorhandene Lobby der Atheisten mache? Das ist das Problem an der Sache und ich finde, kann man kann es nicht krass genug behandeln. Ich sehe es nicht ein, warum diese verblendeten Leute frei draußen ihre Bibeln verteilen dürfen und ich hier Klappe halten soll. Das ist Quatsch und es gibt auch genügend Bewegungen wie die Buskampagne, die das genau so angehen. Anders als durch solche Aktionen begreifen es die Leute nicht und ich suche bei diesem Thema auch gerne mit jedem die Konfrontation – im Gegensatz zu ein paar gewissen feigen Personen, die sich hier gerne unter Decknamen in den Kommentaren tummeln. =)
Marc selber benutzt das böse N-Wort, wartet selber aber mit einem geringeren diplomatischen Vermögen auf als jeder N…
Verzeih meinen Decknamen! Wir befinden uns nunmal in den Weiten des Internets, und ich habe kein Interesse an einer großen Publikation meiner Meinung. Ich wollte Dir lediglich Kritik entgegenbringen, damit Du vielleicht auch mal nachdenkst, so wie Du es von anderen verlangst!
Wie JTR und andere es bereits angeschnitten haben: Du machst ja keine Werbung für Atheisten, sondern “beleidigst” oder “beschimpfst” Menschen, die Deine Meinung nicht teilen. Ich hingegen wurde noch nie von Bibelverteilern beschimpft, weil ich die Bibel nicht mitnehmen wollte. Vielleicht bin ich zur Zeit zu sehr dem Gutmenschentum verfallen, aber ich sehe nicht ein, wieso nicht beide Seiten tolerant miteinander umgehen können. Und was das angeht, brauchst Du einfach definitiv noch Übung!
Was mein Studium angeht, so wollte ich Dir lediglich auf diesen einen Satz antworten:
“Ich behaupte jetzt mal ganz frech: Wenn man an der Universität studiert, sollte man vom Denken so weit sein, dass man Religion allgemein ablehnen sollte.”
Selbst wenn man an Hochschulen Intelligenz erwartet, heißt das noch lange nicht, daß Intelligenz einen Menschen zum Atheisten macht.
Just my two cents. Du mußt ja nichts daraus machen. Aber vielleicht machst Du was aus der Umfrage bei Twitter – je nachdem, wie sie ausfallen mag.
Sehe ich anders. Ende der Diskussion. Dieses ganze “Aber wir können dem nur mit Toleranz und Verstädnis gegenübertreten und hoffe, dass sie es irgendwann vestehen” ist nicht mehr mein Weg. Ich habe in den letztenTagen mit so vielen Idioten (ja, Idioten und sehr, sehr dummen Menschen) geredet, dass ich keine Lust mehr habe immer wieder bei Null anzufangen. Das habe ich damals mal gemacht aber nun ist Schluss. Es müssen mehr Aktionen gegen diese Leute und diese Einstellungen her. Den sanften Weg können gerne andere weitergehen oder es einfach ignorieren. Ich bin fertig damit.
Wenn ich den ganzen Tag mit Leuten wie dir reden würde, dann würden mir diese Diskussionen auch Spaß machen. Aber wenn ich dann mit einem Personenkreis am Tisch sitze, bei dem manche sogar die Evolution anzweifeln und sagen, dass ja nichts bewiesen wäre und dass das ja alles auch egal sei, solange Jesus uns liebt, dann ist für mich der Punkt, wo ich keine Lust mehr habe nett zu sein und zu diskutieren. Habe ich gemacht – bringt nix. Jetzt probieren wir es mal ganz anders.
Marc so wie ich dich hier schriftlich in diesen Diskussionen erlebe, halte ich dich für ein sturer Bock der mit seiner Intoleranz glänzt und absolut kein Einfühlungsvermögen noch Verständnis irgendwelcher andersartigen Meinungen mit sich bringt. Ich glaube mit dir zu diskutieren ist so wie mit einem tollwütigen Affen oder genauso wie mit einem NS-Regime Angehörigen über die jüdische Kulturvielfalt zu diskutieren zu wollen. Das was du anderen vorwirfst, trifft auf dich selbst am besten zu, also wollte dir deine Umwelt ein Spiegel vorhalten.
Ist bei dieser Thematik mittlerweile absolut richtig. Andere Leute kennen sich gerne zu Hanni, Manni und Nanni setzten und da diskutieren aber seit dem ich aus der Schule und den Soziologie-Kursen an der Uni raus bin und keine Note mehr für tiefschürfende Diskussionen bekomme, lege ich keinen Wert mehr darauf mich im Kreis zu drehen.
Ich gehe davon aus, dass ihr diese Art von Leute, von denen ich spreche nicht kennen gelernt habt. Das sind Leute, welche den Urknall für fragwürdig und die Schöpfungsgeschichte für wahr halten. Es sind Leute, die für alles Gute im Leben Gott verantwortlich machen. Es sind Leute, die von sich behaupten, sie haben beim letzten Gebet Jesus persönlich gespührt. Es sind Leute, die andere Leute gerne in ihre Glaubensgemeinschaft reinholen möchten um sie vor dem Fegefeuer zu bewahren.
Ich rede nicht von Leuten, die sich in der Kirche karitativ engagieren. Und ich rede auch nicht von älteren Menschen, die damit den Tod ihres Partners verarbeiten wollen oder einfach gerne in der Kirche singen. Ich rede auch nicht von Leuten, denen das Thema generell egal ist und sie hier in den Kommentaren nur mal sagen wollen: “Der Marc Tönsing, der ist ja soooo sturr mit seiner Meinung und keinen deut besser als diese Glaubensnazis”.
Ich bin mit absolut bewusst was ich mache und sage. Ich möchte gerne, dass mal wieder darüber nachgedacht wird, was wir in diesem Krisenzeiten für lustige Leute um uns herum haben. Ich halte es für keine gute Idee das alles zu ignoieren, denn ich stufe die meisten Aktivitäten bestimmter Gruppen als gefährlich ein! Und ich habe Beweise dafür. Aber das kommt dann alles bald in diesem Blog =)
Ich unterscheide in zwei Gruppen:
Die einen “glauben”, weil es etwas gutes ist. Es macht das Leben vor allem für viele ältere Menschen leichter. Diese Gruppe weiß aber sehr wohl, dass die Adam und Eva Geschichte reinster Humbug ist. Ebenso wie viele andere Dinge, die in der Bibel stehen.
Trotzdem ist es aber etwas “gutes” und die Kirche ist ja auch ein sozialer Treffpunkt für viele Menschen.
Die Menschen der zweiten Gruppe sind dann diese “Glaubensnazis”.
Den ganzen Tag nichts anderes im Kopf, wollen diese Menschen anderen von ihrem Glauben überzeugen.
Mit denen kann man nicht diskutieren, denn diese Menschen haben eine krankhafte Einstellungen. Es ist deren Lebensinhalt, den ihnen niemand wegnehmen kann. Da kann ich nur sagen: Geht kacken!