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  • 4. Feb 2007

    7 Kommentare

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  • Was will Google wirklich?

    The Google Master Plan

    Wenn Unternehmen oder Institutionen so wie Google oder die Kirche immer mächtiger, größer und und somit einflussreicher werden, verfallen Menschen gerne in wilde Verschwörungstheorien. Zwei der besten Visualisierungen dieser eventuellen Zukunftsfiktionen in Bezug auf Google sollte jeder aber mal gesehen haben.

    »The Google Master Plan« von zwei Studenten der Uni Ulm.

    Google wird immer wieder vorgeworfen, dass sie Profile von uns Usern erstellen. Besonders der eMail-Dienst GoogleMail ist ein beliebtes Ziel weil ja alle eMails gescannt werden um inhaltssensitive Werbung möglich zu machen. Da Dienste wie Google Docs oder der Google Calendar ihre Daten online speichern, wird hinter diesen Tools gleich eine Datenkrake vermutet, die diese Profile vervollständigt. Meistens hören sich diese Spekulationen an, als stecke die Umbrella Corp. persönlich dahinter wie in dem Film »The Google Master Plan« von zwei deutschen Studenten. Jede Firma wie auch Amazon, eBay, PayPal oder Payback erstellt Profile von uns um z.B. Empfehlungen möglich zu machen was uns noch an Produkten interessieren könnte. Diese Dienste finanzieren sich auch durch maßgeschneiderte Werbung wie z.B. GMX, WEB.de oder auch GoogleMail. Dies ist keine Erfindung von Google. Aber so können wir diese Dienste kostenlos nutzen denn so konnte im Internet auch mal Geld verdient werden.

    »2015 EPIC« ist wohl die bekannteste Anti-Google-Propaganda.

    Man müsste wahrscheinlich auf einer einsamen Insel leben wenn man wirklich absolute Privatsphäre genießen wollen würde. Der positive Nutzen dieser Technologien wird gerne bei dem ganzen »Nichts ist so wie es scheint«-Gerede vergessen denn gerade Webprogramme wie Google Docs, GoogleMail und der Google Calendar sind eine echte Bereicherung. Erst war die Kirche böse, dann Microsoft und nun ist Google der Bösewicht der uns am liebsten wie in Matrix als lebende Batterie in sein Server-Netzwerk einbinden will. Natürlich sollte man nicht die potentiellen Gefahren außer Acht lassen aber diese lächerliche Panikmache geht mir langsam echt auf die Nerven.

    Weiterführende Links:

    • Mehr über Google und seine Dienste

    Weiterführende Artikel

    • Warum GoogleMail?
    • Word und Excel online
    • Google Calendar
    • Google Calendar im Einsatz
    • Mehr Speicherplatz bei GoogleMail

  • 7 Antworten zu “Was will Google wirklich?”

    1. Stephen sagt:
      5. Februar 2007 um 23:55

      Sicherlich ist keine Panikmache angebracht. Und sicherlich erheben viele Internetfirmen Profile Ihrer User, aber ich denke, dass Google es da schon zu einer gewissen Perfektion gebracht hat, alleine schon bedingt durch die Tatsache, dass Google eine Vielzahl von Produkten anbietet, die alle unterschiedliche Informationen über den jeweiligen User sammeln können. Und ich denke, es hat auch nicht zwangsläufig etwas mit Panikmache zu tun, wenn von verschiedenen Seiten darauf hingewiesen wird, dass generell viele Menschen dazu tendieren, viele Infos über sich im Internet zu veröffentlichen. Und man darf schon auch fragen, was generell mit den gesammelten Daten passiert, und nicht nur bei Google.

      Antworten
    2. Alain sagt:
      7. Februar 2007 um 17:39

      Wir haben uns ja schon mehrfach darüber ausgelassen, ob Google nun eine Datenkrake ist oder nicht. Ich wollte mal dazu sagen, dass ich Google nicht wirklich für böse halte. Im Gegenteil. Aber wenn ich nun mal nicht mit deren AGBs zufrieden bin, dann nutze ich auch nicht deren Produkte – und kann auch die damit einhergehenden Vorteile nicht nutzen.

      Mein Problem ist eigentlich mehr, dass ich weiß was man alles mittels Data Mining anfangen kann, weil ich z.B. gerade meine Diplomarbeit über das Thema schreibe. Gerade deswegen achte ich darauf, wo ich meine privaten Daten speichere. Ich kritisiere auch Google nicht dafür, dass sie Datenkranken Ambitionen entwickeln – das sind sie nämlich schon und massenweise andere Unternehmen auch.

      Ich kritisiere, dass zu viele Leute einfach so ihre privaten Daten für nichts her geben (z.B. bei der Payback Karte für 0,5% Rabatt!!!) und auch gar nicht erst darüber nachdenken. Meiner Meinung nach muss diese Unwissenheit beseitigt werden – am besten noch in der Schule als Pflichtfach bzw. -stunde.

      Es nutzt nichts, sich über Stalker auf MySpace/StudiVZ/Facebook/wasauchimmer aufzuregen, wenn alle Leute ihre Privatsspähre da mit Genuß aufgeben. Wenn dann auch noch Sicherheitslücken dazu kommen ist schluss mit lustig.

      Auf http://studivz.irgendwo.org/ kann man z.B. eine grobe Analyse der StudiVZ Daten finden. Das dortige ist allerdings erst der Anfang – da ist noch viel mehr möglich. Z.B. eine automatische Klassifizierung auf Homosexualität. Und wenn dann auch noch gezielt Werbung geschaltet wird, kann so etwas schon mal z.B. an Versicherungen ohne das Wissen der Nutzer weiter gegeben werden.

      Ich wiederhole: Ich habe nichts gegen Datenkraken oder Data Mining – ich finde die Unwissenheit der NUtzer nur zum Kotzen!

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    3. Marc sagt:
      8. Februar 2007 um 10:49

      Ich persönlich finde das nicht besonders schlimm wenn jemand solche Statistiken führt. Ich finde es ja selber interessant die Statistiken dieser Seite nach allen möglichen Kriterien zu sortieren. Ich habe hier ein Weblog was praktisch meinen Namen trägt. Alles was hier rein kommt ist so wie so publik. Nur muss man sich halt fragen, was wirklich hier rein darf und was nicht. So entsteht eine fiktive Blog-Wirklichkeit.

      In meinen Augen ist es Paranoia wenn man ein Problem damit hat, dass angepasste Werbung rechts in GMail neben dem Text steht. Dann machen sie halt Profile von uns wie Amazon, eBay und der Jibi um die Ecke von uns. Wenn ich dafür sogar von denen irgendwann mal gesagt bekomme, dass meine Milch in 2 Tagen schlecht wird und ich mir neue kaufen muss, dann weiß ich, ich bin in der Zukunft. =)

      Antworten
    4. Alain sagt:
      9. Februar 2007 um 16:37

      Also da ist ja noch ein wenig unterschied. Ich kann wählen, ob der Jibi, real,- oder aus auch immer von mir direkt ein Profil anlegt, oder nur ein generalisiertes von allen Einkäufern – indem ich dort eben keine Kundenkarte einsetze.

      Ähnlich funktioniert das auch bei Amazon und sonstigen “Läden” im Internet – man löscht immer Cookies und legt sich regelmäßig einen neuen Account an. Andere Läden bieten das sogar schmerzlos an, wie z.B. Lehmanns (lob.de).

      Bei eBay ist das schon wieder nur noch beschränkt möglich, da man ja dort einen “Ruf” aufbauen möchte.

      Der Kühlschrank der einem sagen kann, dass die Milch bald abläuft existiert bereits und beim Laden der eigenen Präferenz kann der auch schon nachbestellen. Was ich selber dann aber wieder auch für langweilig halte – immer das selbe zu Essen im Kühlschrank. Da probiere ich doch lieber selber herum anstatt mir von meinem Kühlschrank empfehlen zu lassen, wer Tortellini von Iglu mochte, der mochte auch Ravioli von Knorr.

      Ich reagiere aber auch recht allergisch auf alle Arten von “Produktinformationen”, wenn ich sie nicht selber explizit angefordert habe.

      Antworten
    5. marc sagt:
      9. Dezember 2009 um 17:53

      als adolf hitler damals autobahnen gebaut hat, hat man sich darüber gefreut, dass man jetzt einfacher zum einkaufen, zur oma, oder in den urlaub kommt. anschliessend, jedoch, sind panzer über diese autobahn gefahren…

      google baut jetzt gerade auch eine autobahn, und wir alle, die es nutzen, sagen “hey, google, kein problem, ich helfe dir die autobahn zu bauen”.

      falls euch dieses argument nix sagt, dann hilft vielleicht dieses: google weiß, wieviel du verdienst, in welchen puff du gehst, google weiß, ob du ein verkappter schwuler bist, und noch eine menge dinge mehr, von denen du nicht willst, dass es deinen eltern, freunde, nachbarn und kollegen erfahren.

      es geht nicht darum, dass du dich freust, das passende werbung eingeblendet wird, sondern darum, dass alles, was du im privaten machst, nachvollziehbar ist. du brauchst es noch nicht mal in einem forum zu posten, es reicht, wenn du die google suche, oder google maps benutzt. und wenn du auch noch ein android-handy benutzt, weiß google genau, um welche uhrzeit du wo warst.

      wer will das? ihr? das glaube ich nicht.

      Antworten
      • Marc sagt:
        9. Dezember 2009 um 19:22

        Lies mal bitte diesen Artikel zum Thema Deutschland und Google. Meistens resultiert die Angst gegenüber Google einfach aus Unwissenheit. Dein Nazi-Vergleich ist im Übrigen totaler Quatsch

      • markus sagt:
        9. Dezember 2009 um 21:05

        Der Vergleich ist in der Tat Quatsch.
        Jedoch ist gerade die Entwicklung zum gläsernen besorgniserregend. Viele sagen ja “ich habe nichts zu verbergen”. Ich hingegen habe etwas zu verbergen: Die Privatsphäre.
        Ich habe dazu aktuell auch ein Beispiel. Ich habe mich per email als Interessent zu einer Infoverstanstaltung gemeldet. Als Rückantwort kam direkt eine Einladung sowie ca 50 andere Mailadressen, die scheinbar im gleichen Verteiler drin waren.
        Das bedeutet, dass jetzt 50 weiteren Personen meine Mailadresse bekannt ist, obwohl ich nirgendwo zugestimmt habe.
        Mithilfe dieser Emailadresse kann man mich jetzt nicht nur mit Spams zuballern, sondern unter Umständen über google weitere Informationen herausfinden, die ich irgendwo im www in Kombination mit der mailadresse hinterlassen habe. So lassen sich unter Umständen Rückschlüsse auf Hobby oder politische Meinungen herstellen, obwohl ich das vielleicht gar nicht will und es auch eigentlich niemanden etwas angeht.

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