Marc Tönsings Visionen

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  • 3. Jun 2005

    27 Kommentare

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  • MMORPG: Anarchy Online

    Anarchy Online

    Da ich immer wieder gerne über das einzige Spiel das ich auf dem PC spiele rede, möchte ich mit diesem Beitrag alle erlösen, die ich mit Anarchy Online noch nicht zugelabert habe.
    Alle die nicht wissen was ein MMORPG ist, sollten zuerst meinen Artikel MMORPGs – Die virtuelle Welt im Internet lesen, den ich unten verlinkt habe.

    Anarchy Online ist wie z.B. World of Warcraft ein Spiel, dass in einer virtuellen Welt im Internet gespielt wird. Das bedeutet, diese Welt ist immer da, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Ob man sich nun über das Internet dort einloggt oder nicht spielt, macht keinen Unterschied: Das Leben dort geht weiter mit Tag und Nachtzyklen, einem eigenen Wetter usw. Man erschafft sich im Spiel selber einen Charakter der einen ab dem Zeitpunkt des Einloggens im Spiel repräsentiert. Auch für einen Beruf muss man sich entscheiden, der sich nachher nicht mehr ändern lässt.

    Anarchy CharSel

    Nun ist man relativ frei, was man dort machen will. Das Spiel lässt dem Spieler einen ungeheuren Handlungsfreiraum, weil die Welt die im Falle von Anarchy Online »Rubi-Ka« heißt, durch andere Spieler bevölkert wird, und nicht wie bei Offlinespielen durch vom Computer generierte Figuren. Bei Anarchy Online hat man sich im Gegensatz zu den anderen MMORPGs wie Final Fantasy XI oder World of Warcraft an ein Science Fiction-Setting herangewagt. Es sieht aus wie ein Mix aus Matrix, Star Wars und Star Trek. Es gibt Lichtschwerter genau so wie Sonnenbrillen. Sogar ein eigenes Modelabel existiert im Spiel selber von dem es neben Abendgarderoben auch Bikinis und Badehosen gibt. Alles zusammen mit weiteren 36.000 Spielern die Rubi-Ka zu dem machen, was es heute ist: Ein lebender virtueller Planet.

    Anarchy Online

    Natürlich besitzt das Spiel auch neben diesen ganzen Spielereien ein Gameplay. Das ist vergleichbar mit herkömmlichen Rollenspielen im Computerspielebereich: Ein Skillsystem. Je mehr Erfahrung eine Spielfigur im Spiel erlangt wie z.B. durch Kämpfe desto höher steigt das Level der Figur und man kann die Werte wie »Stärke«, »Pharmazie« oder »Ausdauer« usw. erhöhen.

    Anarchy Online Skill

    Insgesamt gibt es über 70 Skillwerte die man beinflussen kann. (Philipp, berichtige mich). Diese Werte erlauben es dem Spieler wiederum bestimmte Gegenstände zu benutzten. So ist es am Anfang mit Level 1 nicht möglich sich ein fliegendes Auto zu kaufen. Erstes fehlt einem das virtuelle Kleingeld dafür und zweitens hat man nicht genug Level um »Air Vehicle« zu skillen.

    Anarchy Online Yalm

    Anarchy Online ist außerdem ein Spiel welches man auf gar keinen Fall alleine spielen sollte und auch nicht kann. Es es wahnsinnig kompliziert. Es ist viel komplexer als jedes Offline-RPG wie z.B. Gothic 2 oder Morrowind. (Glaubt mir Felix eh nicht). Auch World of Warcraft oder Final Fantasy XI sind wesentlich einsteigerfreundlicher, was aber nicht bedeutet, dass es eine Hürde darstellt.

    Anarchy Online Battle 2

    Denn wenn man sich zusammen mit Leuten einloggt, die es schon gespielt haben ist es nicht nur einfacher sondern macht auch viel mehr Spaß. Es gibt keine echte Beschränkung wie viele Leute gleichzeitig auf den Bildschirm sein dürfen. Nur da jeder Charakter theoretisch andere Schuhe, Brille, Unterhose, Waffe, Hut ect. am Körper haben kann ist das eine echte Belastung für den Arbeitsspeicher des Computers, wenn man Bereiche betritt, die voller Spieler sind.

    Anarchy Online Disco

    Alle zwei Monate gibt es dann auch Discosessions (!) mit einem Live-Stream aus WinAmp zu dem man mit seiner Spielfigur abrocken kann. Außerdem kann man sich später mit Hilfe von anderen Spielern in die Fauna von »Rubi-Ka« verwandeln und manche Leute leben dann im Spiel als Rudel zusammen – permanent verwandelt als kleines Nagetier. Oder andere Leute laufen ausschließlich im Smoking rum und nennen sich dann »Best Dressed Defenders of Rubi-Ka«. Außerdem erlauben sogenannte »emotes« seine Figur für alle sichbar im Spiel z.B. YMCA tanzen zu lassen oder dem gegenüber dem Hintern zu zeigen.
    Das hört sich nicht nur abgefahren und krank an – Das ist abgefahren und krank. =)

    Anarchy Online Reet

    Im Laufe der letzten drei Jahre gab es neben den wöchentlichen Patches zur Ausbalancierung des Gameplays und zum Beheben von Fehlern auch diverse Add-On-Packs. »Notum Wars« eröffnete uns Spielern die Möglichkeit Türme in die freie Wildbahn auf Rubi-Ka zu bauen die uns dann bestimmte Skillwerte erhöhten. Das ganze könnte so einfach sein. Wären da nicht die zwei verfeindeten Lager auf Rubi-Ka: Omni-Tek und Clan. Zu Anfang muss man sich für eine Seite entscheiden auf der man kämpfen möchte. Wenn man nun einen Turm gebaut hat, kann der jederzeit von der Gegenseite angegriffen werden.

    Anarchy Online Battle

    So wurde das Player VS. Player-Gameplay im Spiel aufgebohrt. Der nächste Add-On-Pack war dann umfangreicher und nennt sich »Shadowlands« und brachte neben neuen Waffen und Gegenständen und zwei neuen Berufen auch eine ganz neue Welt mit ins Spiel, die fast genau so groß ist wie die von Rubi-Ka. Mit dem letzte Add-On-Pack »Alien Invasion« ist es möglich, ganze Städte zu bauen die dann von Aliens angegriffen werden können. Wenn das passiert, kann man sich bis zu den Mutterschiffen vorballern und besonders seltene Gegenstände bekommen.

    Anarchy Online Shadowlands

    Ich habe während des Zivildienstes zum ersten Mal angefangen, das Spiel zu testen weil mich diese Art von Spiel schon immer interessiert hat. Damals war ich alleine auf dem US-Server, weil es den deutschen Server noch nicht gab. Dann im Studium hatten ein paar Leute Bock das ganze mal mit mehren Leuten auszuprobieren. Philipp war einer der ersten, der es damals installiert hat. Da gab es Anarchy Online zum testen ganze »7 Tage kostenlos«. Er rief mich dann nach einem Tag an weil er es alleine ausprobiert hatte und brüllte nur ins Telefon:

    Marc, was ist das denn für eine Scheisse? Ich checke hier nix! Ich logg mich wieder aus aus dem Mist. Ich spiele wieder Diablo! Tschüss!

    Philipp Anders – heute Apprentice Assimilate Level 220

    Naja, nach zwei Tagen als er es dann nochmal zusammen mit seinen Mitbewohnern in seiner WG ausprobiert hatte, sah die Welt schon anders aus. Vokabeln wie »buffen«, »skillen« oder »impen« gehörten bald zur Tagesordnung in der Uni. Sehr zum Leidwesen der nicht spielenden Kommilitonen. Aber immer mehr und mehr Leute fingen an zu Spielen und als wir dann mit Headsets und Teamspeak anfingen haben wir in den Semesterferien teilweise bis morgens um 9 durchgespielt.

    Anarchy Online Prof

    Ich glaube kaum, dass ich nochmal ein Spiel finde was mich so krass flashen wird wie damals Anarchy Online.
    Der Unterschied zwischen uns und vielen anderen Spielern war, dass wir die anonyme Mauer im Spiel durchbrechen wollten. Wir veröffentlichten Bilder von den RealLife-Meetings und nahmen das Spiel generell nicht als zu ernst. Das Miteinander stand im Vordergrund. Nach und nach spielten immer mehr Leute aus meinem Umfeld das Spiel wie Philipp, Mario, Maike, Mark, Fabian sowie viele neue Gesichter. Auf RL-Treffen unserer Org lernte man sich dann näher kennen und eine Partnerschaft ist dadurch sogar zustande gekommen. Wie die Geschichte weiterging kann man auf der Seite unserer Organisation »Blue Assassins« nachlesen. Leider gibt es diese Seite nicht mehr.

    Dort gibt es auch alle anderen Infos über das Spiel. Auch den Link zum 1.6 GB großen Spielclient gibt es dort und vor allem die schönste Info:

    Anarchy Online ist ohne die Add-On-Packs kostenlos

    Anarchy Online Werbung

    Die Werbung im Spiel ist eher witzig als störend.

    Das lässt sich u.a. durch die neue Werbung im Spiel realisieren. Ich finde das so witzig, dass ich selbst als zahlender Kunde manchmal die Werbung anmache. =)

    Ein Trailer zu Anarchy Online

    Weitere Links zu dem Thema:

    • Kostenlos testen: Anarchy-Online.de – Die offizielle deutsche Seite
    • Intro von Anarchy Online Classic
    • Virtuelle Plakate – Anzeigenattacke im Online-Spiel
    • Marktanteile der MMORPGs auf dem Markt

    Weiterführende Artikel

    • World of Warcraft
    • MMORPGs – Virtuelle Welten im Internet
    • Geburtstag 2005
    • Wrath of the Lich King
    • Final Fantasy XI Online

  • 27 Antworten zu “MMORPG: Anarchy Online”

    1. Philipp Anders sagt:
      3. Juni 2005 um 18:39

      Omni Tek Assassins heißen wir!

      Antworten
    2. benjamin sagt:
      4. Juni 2005 um 08:59

      Heho junger Padawan. Auch wenn ich die Notwendigkeit sehe, aus deiner Perspektive über Anarchy zu bloggen, so lese ich doch viel lieber über Dinge, die ich noch nicht kenne.

      So oder so ist es aber ein schöner Artikel geworden, dem ich vielleicht mal was entgegensetzen sollten.

      Antworten
    3. benjamin sagt:
      4. Juni 2005 um 10:28

      Ich finde ja immernoch, dass das Spiel Defizite hat,

      im Art-Design [es sieht aus, als hätte jemand Cyberpunkt, Matrix, Star Wars, die Bravo und die Girl zusammengeworfen]

      im Gamedesign [man braucht echt ewig, bis man dieses Geskille verstanden hat und es war zu meiner Zeit nirgends vernünftig dokumentiert.]

      in der Umsetzung [das kämpft man sich durch den ganzen Tempel - der schon eine Instanz ist - nur um festzustellen, dass am Ende zwei Teams campen, um den riesen Roboterhund 100mal umzuwimmsen, weil er mit der Wahrscheinlichkeit von 1 zu 100 ein seltenes Item fallen läßt]

      im Rollenspiel [mal Hand aufs Herz. Da gibt's vielleicht zwei Gilden, die RP machen aber eigentlich ist AO ein MMOG. Das Rollenspiel kommt nur in den Namen, weil die Spielmechanik die eines Rollenspiels ist.]

      Fällt mir noch was ein? Gerade nicht.

      Antworten
    4. Marc sagt:
      4. Juni 2005 um 12:21

      Ich habe über Anarchy geschrieben weil es 3 Jahre gespielt habe. Zu allem anderen darf ich mir kein urteil Erlauben.

      Zum ArtDesign: Genau das habe ich geschrieben. Liest Du die Texte nicht? =) Ich finde es genau so super gemacht. Das Spiel nimmt sich selber nicht ernst und bricht permanent seinen eigenen Stil mit eben solchen Gags wie Brautkleider die man tragen kann. Finde ich total lustig.

      Die Instanzen müssen sein, weil man sonst wie bei WoW das Spiel komplett auf mehrere Server verteilen müsste. Das ist bei AO erstmal nicht der Fall. Aber da es eben so viele spielen, müssen sie Intanzen von Dungeons machen weil sie sonst einfach zu voll sind. Das die Dungeons Instanzen erzeugen, wenn sie zu voll sind, steht aber in der Doku.

      RP. Fand ich schon immer blöd. Ob man es nun im Keller macht, auf freiem Feld oder sonst wo. Ich glaube, dass das Spiel durch sein weglassen von Fantasy Elementen die ganzen Leute ferngehalten hat, die sonst gerne im Keller Rollenspiele spiele. Man findet kaum RP auf RubiKa. Finde ich gut. Das ist ein Spiel. Die Welt gibt es wirklich – nur eben virtuell. Da muss ich mir nichts zurecht spinnen. Viel wichtiger sind GamePlay und Atmo. Dann verhalten sich die Spieler auch ganz von alleine so, wie die Spielwelt um sie herum das vorsieht.

      Wer RP machen will der soll ganz klar andere MMORPGs spielen. Anarchy ist da die falsche Wahl. Gerade weil man nicht auf einen RP-Server wechseln kann.

      Antworten
    5. benjamin sagt:
      4. Juni 2005 um 18:15

      Ja, klar hab ich das gelesen, aber mich hat’s halt immer gestört, ziemlich.

      Und was die Instanzen angeht hast du mich falsch verstanden. Ich finde ja auch nicht die Idee “Instanz” schlecht – im Gegenteil: ich finde, dass sie nur halbherzig umgesetzt wurde. Eigentlich müsste jedes Team seine eigene Instanz des Dungeons bekommen.
      Instanzen haben da wenig mit der Anzahl der gesamten Spieler zu tun. Bei WoW tummeln sich rund 15.000 Spieler auf einem Server. Bei gut 40 deutschen Servern macht das… 600.000 Spieler. Das wäre auch für AO nicht mehr mit einem Server zu bewältigen.

      Tja, und RP mag man halt oder eben nicht…

      Antworten
      • Pernicies sagt:
        8. April 2009 um 10:39

        Ich bin ehrlichgesagt von Instanzen nicht so begeistert, das ist doch echt öde wenn jedes Team alleine in einem Dungi hockt, ist auch nicht sinn und zweck eines mogs :P

    6. benjamin sagt:
      4. Juni 2005 um 18:17

      Viel interessanter ist alles in allem dann aber die Frage:
      Warum spielt man das?

      Offensichtlich sind deine und meine Gründe da grundverschieden, obwohl die Unterschiede zwischen AO und WoW “spieletheoretisch” minimal sind.

      Antworten
    7. Marc sagt:
      4. Juni 2005 um 18:36

      Ich habe es wegen dem

      Setting (Science-Fiction)

      Genre (Rollenspiel im Sinne von Werte skillen, Levelen usw)

      Miteinander (Alle zusammen ist lustiger als bei Gothic 2 alleine nach dem 3. Durchspielen)

      Antworten
    8. Philipp Anders sagt:
      5. Juni 2005 um 05:40

      Nunja ich kann dazu vielleicht auch noch einiges sagen. Aber das mach ich in einem eigenen Blogeintrag in dem ich ein Resume über Anarchy Online ziehen werde, weil ich mich da erstmal zurückziehe werde. Das Spiel hat bei mir im Moment seine Kapazitäten ausgereizt.

      Aber ich kann Marc in einem Satz nur wiederholen. Ich glaube es wird nicht nochmal ein Spiel geben was mich im Endeffekt so flashen und fesseln wird wird wie Anarchy. Wenn ich mein Gehirn formatieren könnte in dem Bereich, ich würde es tuen.

      Antworten
    9. benjamin sagt:
      5. Juni 2005 um 12:58

      Freunde, aber der Grund, warum ihr zu Recht der Meinung seid, dass euch in eurem Leben nie wieder ein Spiel so “flashen” wird, wie AO, ist schlicht der, dass ihr nie wieder soviel Zeit für ein Computerspiel überig haben werdet.

      Ansonsten darf ich darauf hinweisen, dass wir uns alle vor 10 Jahren etwas wie AO oder WoW nicht einmal vorstellen konnten, geschweige denn den Impact eines solchen Spieles. Lasst uns mal abwarten.

      Antworten
    10. Marc sagt:
      5. Juni 2005 um 13:08

      Ja, das mag stimmen. Semesterferien gibt es später einfach nicht mehr. Aber spielen werde ich wohl erstmal nicht an den Nagel hängen. Es ist ja nicht gerade so, dass die Spiele schlechter werden. Ich finde, jedes Jahr übertreffen sich alle selber. Aber eben nicht auf dem PC – sondern auf den Konsolen. Aber dazu kommt bald ein sehr umfangreicher Beitrag. =)

      Antworten
    11. Christian sagt:
      6. Juni 2005 um 15:09

      Ooohh ein MMO Eintrag in einem deutschen Blog, das es sowas noch gibt, sehr löblich und mehr davon.
      “You cant bring back virginity” – das erste MMO ist immer das Beste. Auch an meine 5 EQ Jahre wird so schnell nix ranreichen können, ein World of Warcraft kann es jedenfalls nicht. Mal schauen was Vanguard so bringen kann.
      Gruß

      Antworten
    12. Marc sagt:
      6. Juni 2005 um 23:04

      Och, ich kann gerne noch mehr über MMO schreiben. =)

      Kennst Du den Beitrag zu MMORPG auf der Dreamcast schon?

      Antworten
    13. Smash sagt:
      29. September 2005 um 15:58

      YEAH!!
      Die Blue-Assassins :-)
      Marc, lass dich mal wieder blicken auf RK, okay?
      Ohne dich is hier nix los :D

      Smash

      Antworten
    14. Flubber sagt:
      30. September 2005 um 09:49

      Hi Smash,

      schön was von dir zu hören =) Bald geht es auf Rubi-Ka weiter… noch 11 Tage!

      fg*
      Flubber*

      Antworten
    15. Marc sagt:
      30. September 2005 um 14:14

      Ja, mein Account ist ja sogar noch aktiv. Aber ich musst erstmal Vana’diel rocken mit Philipp.

      Antworten
    16. Aulbath sagt:
      18. Februar 2007 um 01:30

      RP. Fand ich schon immer blöd. Ob man es nun im Keller macht, auf freiem Feld oder sonst wo. Ich glaube, dass das Spiel durch sein weglassen von Fantasy Elementen die ganzen Leute ferngehalten hat, die sonst gerne im Keller Rollenspiele spiele. Man findet kaum RP auf RubiKa. Finde ich gut. Das ist ein Spiel. Die Welt gibt es wirklich – nur eben virtuell. Da muss ich mir nichts zurecht spinnen.

      Irgendwie schaffst du es in fast jedem Beitrag irgendeinen Mist zu schreiben der a) so nicht korrekt ist bzw. der vor blöder Klischeescheiße trieft und b) der mich tierisch anpisst. Letztens erst die grob-fahrlässige Betitelung von Chrono Trigger als Randgruppenspiel, und nun verprellste auch noch die richtigen(!) Rollenspieler.

      Gutes RP tritt Online-Werte-Schwanzvergleich aber mal sowas von in den rubi-kanischen Alienarsch, das haste noch nicht erlebt.

      So wie sich das liest, wärst du mit Pen & Paper aber wahrscheinlich eh überfordert, denn es setzt ein bisschen was voraus, und verlangt auch vom Spieler ein bisschen mehr als rumgeklicke und Werte steigern – ganz nach dem Motto, wenn du Scheiße bist, ist auch die Runde Scheiße – machst du geiles RP, haben alle was davon und das Ding läuft wie von selbst.

      Aber Hauptsache buffen und impen… das ist ja auch in keinster Weise ähnlich grenzdebil wie im Keller zu hocken und sich “was zurecht zu spinnen”.

      Oh, Mann…

      Antworten
    17. Marc sagt:
      18. Februar 2007 um 13:17

      Natürlich ist Chrono Trigger auf dem SNES kein Randgruppenspiel aber auf der PSOne war es das im Vergleich zu anderen Spielen wie FF7. Und genau in diesem Zusammenhang habe ich das erwähnt.

      So, zurück zum RealLife-Roleplaying:

      Anarchy Online ist wie WoW ein Spiel mit einer Spielmechanik und einem Gameplay. Man kann die Umgebung natürlich als RP-Plattform missbrauchen aber das ist nicht Sinn des Spiels. Deswegen hat WoW RP-Server wo man dies ausleben kann.

      Und ob Du es glaubst oder nicht: Ich habe habe sogar schon mal ein Pen&Paper-RP gespielt und zwar original in einem Keller mit Totenkopf und Kerze drauf. Ich mag es eben nicht, wenn es keine feste Spielmechanik gibt und das ganze von einem Spieleleiter zum teil gelenkt wird. Deswegen spiele ich lieber digitale Spiele als im Keller zu sitzen. Willkommen im 21. Jahrhundert.

      Antworten
    18. Aulbath sagt:
      21. Februar 2007 um 20:51

      Nee, in der Regel argumentiere ich ja gerne… aber du hast es (unwissentlich?) schon wieder geschafft mich mit den 3 Sätzen vollends anzupissen…

      Daher nur kurz, bevor ich auf /ignore schalte:

      CT auf PSX war kein Randgruppenspiel, weil sich die ganzen FF-Nerds drauf gestürzt haben. Nicht vergessen, FF4 war da auch mit bei. Und deswegen haben sich das haufenweise Leute geholt.

      Pen & Paper haben auch Gameplay und Spielmechanik. Nicht vergessen, CRPGs basieren auf Pen & Paper! Bevor es den digitalen Schwanzvergleich gab, gab es analogen Dungeons & Dragons-Schwanzvergleich!

      WoW-RP ist lächerlich.

      Du hast Recht, ein Spielleiter kann unter Umständen auf dich eingehen. Während ein Computerspiel schön seinen Text abspult… IMO ersetzt der Computer nur den Spielleiter, ist allerdings unbarmherzig und nicht in der Lage auf Ungewöhnliches zu reagieren.

      Und was willst du mit fester Spielmechanik? Reihum ist jeder dran, wir würfeln dreimal und wer auf Los kommt zieht 2000 DM ein? DAS ist ja mal alles andere als 21. Jahrhundert… nee, dann lieber ein System was zur Förderung des Spielspaßes mal fünfe gerade sein läßt oder auch alternative, NICHT vorhergesehene Lösungswege versteht, akzeptiert und sich daran neu ausrichtet. Und letzteres schafft kein einziges, mir bekanntes digitales Spiel.
      Mal davon abgesehen, das kein digitales Spiel so sehr von der Kreativität des Spielers profitiert wie Pen & Paper – in WoW kann ich aus ner’ handvoll möglicher Kombinationen ein jemand sein. Da von der handvoll Möglichkeiten 3/4 nur Scheiße aussehen… habe ich ein Problem. Den 90% aller Spieler auf meinem Server sehen so aus wie ich. Im Pen & Paper sind da aber keine Grenzen gesetzt… und was intelligente Spielmechanik oder komplexes “Gameplay” anbelangt – auch da hat P&P die Nase vorn, oder wann hast du in einem Computerspiel das letzte Mal deinen Gegner aus dem Lauf angegriffen, gezielt die rechte Seite angerempelt, bist über den Stürzenden gesprungen, hast im Flug deine Wurfmesser verteilt, bist gelandet hast dem Gefallenen drei tödliche Hiebe verpasst, nur um dann auf einer abgeschlagenen Hand auszurutschen und dir selbst nen’ Arm abzuhacken den du danach aufgehoben hast um ein paar Gnome zu verprügeln… ansatzweise sicherlich schon in ein paar Spielen drin gewesen, aber in dieser geballten Form noch nicht erlebt – in einem MMORPG schonmal gleich gar nicht.

      Antworten
    19. MajinSandman sagt:
      30. April 2007 um 17:18

      Ich habe Anarchy Online damals gespielt, als es rauskam. Es war das erste erfolgreiche mmorpg und für mich ist es die “Mutter der mmorpg’s” Ich habe alle möglichen mmorpg’s getestet und komme doch immer wieder zu Anarchy Online zurück. Freue mich dan auch Ende dieses Jahres auf das jüngste Kind von Funcom: Age of Conan. mfg

      Antworten
    20. Marc sagt:
      30. April 2007 um 19:14

      Die Mutter aller MMORPGs ist aber nach wie vor Ultima Online aus dem Jahre 1998. Anarchy Online war eher eine Randerscheinung. Leider. Ich mochte das Setting.

      Antworten
    21. Raziel sagt:
      15. Mai 2007 um 00:19

      Hab mir den Blogg mal durchgelesen, da ich gerade dabei bin allerlei MMOG´s auszuprobieren, darunter auch AO, und kann es mir einfach nicht verkneifen nen Kommentar zu den Posts hier abzugeben.

      Erstmal wird es ein MMOG niemals schaffen können ein P&P zu toppen, sollte klar sein!

      MMOG´s sind eher für Leute gedacht, die nicht genügend Fantasie haben um ein P&P “ausleben” zu können.
      Wie hier schon erwähnt beklagen sich diese dann über zu wenig Spielmechanik oder vermissen ein lineares, eindeutiges Regelsystem. Das liegt daran das diese Leute durch feste Grundsätze geleitet werden müssen und nicht in der Lage sind diese Art von Grenzen zu überschreiten.
      Dazu fällt mir ein guter Spruch ein:

      ^Das glaub ich einfach nicht!!^ … ^und darum versagst du!^

      Ein MMOG wird niemals die Komplexität und Viefältigkeit eines echten RPG erreichen können, da eine solche Umsetzung die Grenzen des Machbaren bei weitem übersteigen würde.
      Eines dieser nichtmöglichen Dinge ist die absolute Freiheit alles zu sein.

      In welchem MMOG kann man schon einen Barden spielen, der nich singen und keine Musikinstrumente spielen kann?

      In welchem MMOG hat der zwei Meter große orkische Barbar mit nem Kreuz wie ein Mehrfamilienhaus Angst vor Spinnen?

      Mal so als kleine Beispiele um zu zeigen in welche Richtung ich zeige.

      MMOG´s haben den Vorteil, dass sie eine Welt erschaffen, die man sehen kann! Man kann die Gegebenheiten sehen die um einen herum sind. Es ist der optische Effekt der hier alles ausmacht. In einem P&P muß ich mir das vorstellen aber ist das ein Nachteil?
      Des Weiteren verstehen die meisten die Funktion des Spielleiters völlig falsch!
      Er Leitet das Spiel wie der Rechner das MMOG: er erzählt die Abenteuer, er sorgt für Balance, fördert den Spielfluß, überwacht die Regeln und kann diese auch gesondert auslegen was ein Rechner nicht kann, er konfrontiert die Spieler mit allerlei Rätzeln und Aufgaben. Er ist die ganze Welt in all ihrer Vielfalt.
      Sicherlich ist der Meister die höchste Instanz und sein Wort ist Gesetz aber das ist bei MMOG´s auch nicht anders, nur das hier kein Meister ist der alles lenkt, sondern das Programm jemandem vorgibt was geht und was nicht.
      Dennoch sollte ein Meiter niemals ein Spiel so gezielt leiten, dass es den Spielern auffält. Das Spiel geht von den Spielern aus und nicht vom Meister, er soll nur alles im Rahmen halten!

      Wem ein MMOG nicht mehr genug ist, beginnt mit P&P (RPG).
      Und wem P&P nicht mehr genug ist, beginnt mit LARP.
      Und wem dann LARP nicht mehr genug ist, der brauch ne Zeitmaschine xD

      Für den Fall das sich jemand durch diesen Post angegriffen oder beleidigt fühlt, möchte ich sagen, dass sowas nicht in meiner Absicht lag.

      Antworten
    22. Dennii sagt:
      25. Mai 2007 um 14:48

      hi kann jemand sagen wo ich anachy online herkrige

      Antworten
    23. fiasko sagt:
      1. April 2008 um 15:17

      ausm netz ;)

      Antworten
    24. Marc sagt:
      7. Dezember 2008 um 11:33

      Ein sehr interessanter Artikel für Age of Conan von den Anarchy Online-Machern Funcom:

      Age of Conan: How an MMORPG Dies

      Antworten
    25. Kai sagt:
      20. Juni 2009 um 20:19

      uff mark da muss ich glatt hallooooo sagen

      grüssle aus dem bayerndorf von Schattenprin

      lach das du überhaupt noch von ao geredet hast nach den jahren ^^

      Antworten
      • Marc sagt:
        21. Juni 2009 um 10:30

        Liebe Grüße zurück! Ja, auch wenn es manchmal hart gewesen ist, denke ich natürlich immer gerne an diese krasse Zeit zurück =)

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